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Die Welt der Hermetik in Kobranskys Schaffen:
Ein Echo der Renaissance-Denker
In Kobranskys Arbeiten begegnen sich die sichtbaren Ergebnisse menschlicher Vorstellungskraft und die Frage nach ihrem Ursprung. Persönlichkeiten wie Beethoven oder Steve Jobs sowie architektonische Bauwerke stehen für Ideen, die über ihren Urheber hinaus Wirkung entfalten. Sie verweisen auf einen schöpferischen Prozess: Etwas wird gedacht, nimmt Form an und verändert die Welt, in der wir leben. Die Verbindung zwischen diesen Motiven liegt in der menschlichen Fähigkeit, über das bereits Vorhandene hinauszudenken. Ein Musikstück, eine technische Entwicklung oder ein Bauwerk beginnt mit einer Vorstellung. Kobransky richtet die Aufmerksamkeit auf diesen geistigen Ausgangspunkt und auf das Potenzial, das er darin für jeden Menschen erkennt. Gold erhält innerhalb dieser Auseinandersetzung eine besondere Bedeutung. Kobransky verbindet es mit innerem Wert, Entwicklung und der Entfaltung menschlicher Möglichkeiten. Die kulturelle Nähe des Materials zu Kostbarkeit und Auszeichnung trifft dabei auf seine Überzeugung, dass schöpferisches Potenzial im Menschen selbst angelegt ist. In seinen Architekturarbeiten erweitert oxidiertes Blattsilber die Bildsprache um rötliche und blaue Farbnuancen. Die Veränderung des Materials lässt sich als weiterer Zugang zum Thema des Wandels lesen. Dauerhafte Bauformen begegnen einer Oberfläche, deren Erscheinung aus Verwandlung hervorgegangen ist. Die gedankliche Grundlage bildet Kobranskys Beschäftigung mit dem Master Key System. Aus ihr entwickelt er eine künstlerische Perspektive auf das Verhältnis von Bewusstsein und Gestaltung. Seine Werke laden dazu ein, die dargestellten Leistungen auch auf die eigenen, möglicherweise noch unausgeschöpften Fähigkeiten zu beziehen.
„Der Berliner Künstler Kobransky erweist sich als ein wahrer Virtuose im Umgang mit Blattgold. In seinen Serien „Golden Wildlife“ und „Legends“ gelingt es ihm meisterhaft, Elemente der „sieben hermetischen Prinzipien“, wie Rhythmus und Schwingungen, durch seine künstlerische Ausdrucksweise in die Malerei zu übertragen. Besonders hervorzuheben ist sein innovativer Einsatz von Blattsilber in der Serie „Vestigio“, wo er durch kontrollierte Oxidation leuchtende Farbvariationen hervorbringt, die den Betrachter in Staunen versetzen. Kobranskys Gemälde sind Zeugnisse einer intensiven Auseinandersetzung mit der Ästhetik und historischen Bedeutung des Edelmetalls Gold, dessen kulturelle Symbolik er gekonnt in einen zeitgenössischen Kontext einbettet. Er schafft dabei eine bemerkenswerte Synthese aus mittelalterlichem Goldgrund und Elementen der Pop Art, wodurch seine Werke eine faszinierende Brücke zwischen Tradition und Moderne schlagen. Diese Bilder fesseln den Betrachter und laden zu einer eingehenden Betrachtung ein, die immer neue Facetten und Bedeutungen offenbart.“
Dr. Alexander Racz
Promovierter Kunsthistoriker, Kunstexperte & Kunstsachverständiger